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Meisterschule Stuckateure


Lehrplan der Meisterschule Stuckateure

Der Unterricht erfolgt in Vollzeitform und richtet sich nach der Ferienordnung des Landes Baden-Württemberg. Der Beginn erfolgt jeweils am ersten Unterrichtstag nach den Sommerferien und schließt mit der Meisterprüfung am Ende des Schuljahres ab.

Es werden alle 4 Teile der Meisterprüfung unterrichtet. Der wöchentliche Unterricht beträgt 40 Unterrichtsstunden. Bei einer Schuljahresdauer von ca. 37 Wochen ergibt dies ca. 1450 Unterrichtsstunden pro Jahr. Im Bereich der fachpraktischen Ausbildung und im EDV-Unterricht wird die Klasse in 2 Gruppen geteilt.

Fachpraktischer Bereich (Teil I der Meisterprüfung) Umfang ca. 400 Stunden

Moderne und traditonelle Arbeitstechniken werden hier vermittelt. Hierzu gehört das gesamte Spektrum der Putztechniken im Innen- und Außenbereich. Natürlich dürfen auch die Techniken der Stuckarbeiten einen breiten Raum einnehmen. Oberflächentechniken und -beschichtungen, Spachtelungen, Sgrafitto und Farbbehandlungen in Verbindung mit Putzen, Stuck, Akustik- und Trockenbau sind selbstverständlich im Unterricht der Fachpraxis präsent. Bauteile auf Mängel überprüfen, vorhandene Mängel feststellen und dokumentieren sowie Vorschläge für deren Behebung erarbeiten sind heute ein fester Bestandteil des betrieblichen Alltags. Deshalb findet sich auch dieser Bereich bei uns in der Ausbildung wieder.

Fachtheoretischer Bereich (Teil II der Meisterprüfung)

Fach 1: Technik und Gestaltung ca. 280 Unterrichtsstunden mit folgenden Kompetenzen:

  • Putze objektbezogen auswählen und begründen

  • Systeme für Ausbau und Fassade, insbesondere für raumakustische, schall- und wärmedämmende Maßnahmen beschreiben, darstellen und beurteilen

  • vorgehängte Fassaden in unterschiedlichen Systemen auswählen und bewerten

  • Probleme der Baustoffverbindungs- und –befestigungsmittel, insbesondere Verankerungsalternativen beschreiben, Lösungen erarbeiten, bewerten und korrigieren

  • Stuckverarbeitungstechniken beschreiben

  • Estrichkonstruktionen auswählen und begründen

  • Betoninstandsetzungsmaßnahmen beschreiben

  • Arten und Eigenschaften von Baustoffen beurteilen, Verwendungszwecken zuordnen auch unter Berücksichtigung gestalterischer Aspekte; Probleme der Materialbe- und -verarbeitung beschreiben, Lösungen erarbeiten, bewerten und korrigieren.

  • Arten von Abdichtungsmaßnahmen beschreiben, Verwendungszwecken zuordnen und begründen

  • Bauteile unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben und Normen des Wärmeschutzes berechnen und bewerten

  • Probleme der Tauwasserbildung beschreiben sowie Lösungen für deren Vermeidung erarbeiten, bewerten und korrigieren

  • Konstruktionen des Schallschutzes mit vereinfachten Methoden bewerten, Lösungen unter Berücksichtigung von Regelkonstruktionen erarbeiten

  • Baustoffe und Baukonstruktionen unter Beachtung der Brandschutzbestimmungen und der Strahlenbelastung auswählen und ihre Verwendung begründen

  • Luftdichtheit von Bauteilen oder Bauwerken beurteilen

  • Wirkungsweisen von Konstruktions- und Gestaltungselementen darlegen und bewerten, Gestaltungselemente darstellen, auch unter Berücksichtigung von rechnergestützten Systemen

  • Oberflächenbehandlung und Oberflächengestaltung beschreiben und bewerten

  • Die Bedeutung der Stilkunde sowie der historischen und zeitgemäßen Formensprache für die Rekonstruktion von Bauten und Bauteilen auch unter Beachtung des Denkmalschutzes beschreiben

Fach 2: Auftragsabwicklung ca. 230 Unterrichtsstunden mit folgenden Kompetenzen:

  • Angebotsunterlagen erstellen und auswerten, Angebotskalkulation durchführen und Auftragsabwicklungsprozesse planen

  • berufsbezogene Gesetze, Vorschriften und Normen sowie anerkannte Regeln der Technik anwenden

  • Unteraufträge vergeben und kontrollieren

  • Arbeitspläne, Skizzen und Zeichnungen, auch unter Anwendung von rechnergestützten Systemen erarbeiten, bewerten und korrigieren

  • Methoden und Verfahren der Arbeitsplanung und Arbeitsorganisation unter Berücksichtigung der Ausführungstechnik sowie des Einsatzes von Material, Geräten und Personal und der Koordination mit anderen Gewerken planen und bewerten, dabei qualitätssichernde Aspekte darstellen

  • Gerüstkonstruktionen beschreiben, auswählen und begründen

  • Vorleistungen und Toleranzen von Vorgewerken bewerten

  • Schadensaufnahme vornehmen und Sanierungsalternativen beschreiben, Sanierungsmaßnahmen bestimmen und Sanierungskonzept erstellen

  • Berichtswesen anwenden

  • auftragsbezogene Nachweise erbringen

  • Aufmaß und Rechnungslegung unter Beachtung von Vertragsgrundlagen sowie Nachkalkulation durchführen

Fach 3: Betriebsführung und Betriebsorganisation ca. 190 Unterrichtsstunden mit folgenden Kompetenzen:

  • Möglichkeiten der Auftragsbeschaffung darstellen

  • Auf der Grundlage der technischen Entwicklung und des Marktes und unter Berücksichtigung neuer Geschäftsfelder Marketingmaßnahmen zur Kundenpflege und zur Gewinnung neuer Kunden entwerfen

  • Informations- und Kommunikationssysteme in bezug auf ihre betrieblichen Einsatzmöglichkeiten beurteilen

  • Betriebliche Kosten ermitteln, dabei betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und tarifvertragliche Regelungen der Bauwirtschaft berücksichtigen, betriebliche Kennzahlen anhand vorgegebener Schemata ermitteln und anwenden

  • Betriebliches Qualitätsmanagement planen und darstellen

  • Personalentwicklungs- und –führungskonzepte entwerfen und umsetzen

  • Betriebs- und Lagerausstattung sowie Logistik planen und darstellen

  • Betriebliche Gefährdungsanalyse unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Arbeitsschutzes, der Arbeitssicherheit , des Gesundheits- und Umweltschutzes erstellen, Gefahrenpotentiale beurteilen und Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung und Gefahrenbeseitigung festlegen

In allen Bereichen der Ausbildung ist die Anwendung der EDV ein zentraler Bestandteil. Deshalb breiten wir unsere Teilnehmer auf den Einsatz des PC im schulischen und betrieblichen Alltag vor. Hierfür planen wir pro Wochen 5 Unterrichtstunden. Die praktischen Anwendungen sind immer eng mit den theoretischen Inhalten verknüpft.

Wirtschaftlich-rechtlicher Bereich (Teil III der Meisterprüfung)

Rechnungswesen: Buchführung, Kostenrechnung und betriebs- wirtschaftliches Auswertungen der Buchführung auch mit der EDV.
Wirtschaftslehre: Grundfragen der Betriebsgründung, Betriebs- Arbeitsorganistaion. Personalwesen, betriebswirtschaftliche Aufgaben im Handwerksbetrieb, finanzwirtschaftliche Grundfragen und und Gewerbefördermaßnahmen, Zahlungsverkehr.
Recht u. Sozialwesen: Bürgerliches Recht, Handwerks-,Gewerbe- und Handelsrecht, Arbeitsrecht, Sozial- und Privatversicherungsrecht, Steuerwesen, Organisation des Handwerks und der Industrie.

Berufs- und arbeitspädagogischer Bereich (Teil IV der Meisterprüfung)

Allgemeine Grundlagen, Planung der Ausbildung, Einstellung von Auszubildenden, Ausbildung am Arbeitsplatz, Fördrung des Lernprozesses, Ausbildung in der Gruppe, Abschluss der Ausbildung. Details als PDF-Datei


Projektarbeiten

Im Bereich Stuckarbeiten, Oberflächentechniken, Trockenbau und Putztechnik werden regelmäßig Projektarbeiten fächerübergreifend durchgeführt. Bei diesen Projektarbeiten sind sowohl komplette Auftragsabwicklungen als auch gestalterische Aspekte und handwerkliche Fertigkeiten gefordert. Die Dokumentation und Präsentation der Arbeiten ist selbstverständlich.

 

Rahmenlehrplan zu Teil I der Meisterprüfung im Stuckateur-Handwerk

Rahmenlehrplan zu Teil II der Meisterprüfung im Stuckateur-Handwerk

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